Donnerstag, 5. Dezember 2013

Der Deutsche Wetterdienst teilt mit:

Katharina:
Was für eine Aufregung...aber lasst mich von vorne beginnen.
Seit mehreren Tagen war eine Klassenarbeit in Französisch für heute angekündigt. Liz hatte sich deshalb die letzten Tage permanent bei mir über Vokabeln und Grammatik beschwert. Ich habe ihr natürlich geholfen, aber die Arme hat es nicht so mit Sprachen... Vorgestern kam sie dann mit folgenden Worten zu mir: "Es wird Sturm geben. Wenn wir Glück haben wird die Jaurés weggeweht und Französisch wird - im wahrsten Sinne des Wortes - abgeblasen." Ich lachte. "Woher weißt du das?" "Radio", antwortete Liz und ich lachte nur noch mehr. Der Grund dafür war folgendes:

Ich hört eigentlich nur selten Radio und Zeitung las ich auch nicht, was erklärt, wieso ich von dem Sturm noch nichts mitbekommen hatte. Aber die Verbindung zwischen Liz und Radio ist eine ganz besondere. Immer wenn sie schlecht drauf ist, sei es wegen Französisch oder sonst irgendetwas, hört Liz Radio. Aber sie hört nicht Musik oder irgendetwas anderes Normales, nein! Liz hört Verkehrsnachrichten!!! "Es entspannt mich einfach irgendwie", sagt sie immer, wenn ich sie damit aufziehe. "Und dieses Mal hast du aus Versehen auch noch den Wetterbericht gehört?" Sie nickte daraufhin nur.

So kam es also, dass wir heute alle früher nach Hause gehen durften. Zu Liz' großer Enttäuschung allerdings erst nach der Französisch Klassenarbeit. Jetzt sitze ich zu Hause und lese (mal wieder) 

"Ist frei der Geist, dann fühlt der Körper zart. Der Sturm im Geist raubt meinen Sinnen jegliches Gefühl."
Shakespeare :-)

Irgendwie ist es ein bisschen unheimlich, wie es da draußen den Wind gegen die Fenster drückt, aber die Lektüre lenkt mich ab. Was machen eigentlich normale Menschen in unserem Alter? Ich lese Texte aus dem 16. Jh und Liz hört Verkehrsnachrichten...

Wir freuen uns über Kommentare und Berichte von euren Sturmerlebnissen
Einen aufregenden Tag noch
Katharina 

4 Kommentare:

  1. Also Sturm kann man das nicht nennen. Eher "leichter Wind"
    Wenn ihr nicht in Berlin oder Hamburg oder so lebt.
    Hoffentlich hat Liz große und kleine Terz jetzt verstanden

    LG (aus Baden-Württemberg)

    Alassane

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Alassane
      Wir wohnen ja in Brandenburg (also im Bundesland) und da war der Wind zum Glück doch so heftig, dass wir alle frei hatten :-) Das mit den Terzen konnte Liz sich jetzt auch endlich merken, dank der vielen Aufmerksamkeit, die diesem Thema hier gewidmet wurde. Ich glaube das hilft ihr ^^ Wenn mir jetzt noch jemand Quadrantenbeziehungen erklärt, ist das Wochenende gerettet.

      LG Katharina

      Löschen
  2. Sorry wollte ihn nicht löschen.tut mir echt Leid, aber mein doofes doofes Handy mit seinen Mini Bildschirm... :,(

    AntwortenLöschen
  3. Mein handybildschirm ist groß.
    Und Katharina, zur aufmunterung, einbisschen Shakespeare kenn ich schon:
    SEIN ODER NICHT SEIN, DASS IST HIER DIE FRAGE!
    Ich komm aus Niedersachsen und der sturm xava war nicht mal halb so schlimm bei uns wie Sturmtief Christian, schließlich ist bei uns bei christian das trampolin und eine selbstgebaute auf rollen, 1,40m große Hütte weggeflogen, das trampolin hochkannt gegen das Gerüst der schaukeln und die Hütte in Schräglage gegen einen busch/baum, der danach ebenfalls hinüber war.

    AntwortenLöschen